September, 2008 Newsletter

 

Liebe Freunde des English Theatre of Hamburg,

wir brauchen Ihre Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit den Mitgliedern des „Kulturausschusses“ in Hamburg. Das Überleben des Theaters liegt in deren Hand und der Kulturausschuss muss unbedingt wissen, dass Sie als Freunde des English Hamburg of Hamburg, uns unterstützen und dass Sie erwarten, dass der Ausschuss uns „gerecht“ behandelt. Die sämtlichen E-Mail und Straßenadressen aller Mitglieder des Kulturausschusses sind untenstehend aufgeführt.


Hier ist ein kurzer Bericht über die Entwicklung, die durch die Kulturbehörde begonnen hatte, damit bestimmt werden sollte, bei welchen Theatern die Subventionen erhöht werden und in welcher Größenordnung dies geschehen müsste:

a. Für die Kulturbehörde war es der erste Schritt, jedes Theater in Hamburg zu fragen, welchen Subventionsbetrag sie brauchten. Wir sagten der Behörde, dass wir unbedingt € 253.000,-- als Mindestsumme benötigen würden.

b. Dann benannte die Kulturbehörde drei Personen für eine Jury, damit diese alle Theater in Hamburg besuchen und mit den Geschäftsführern sprechen mussten, sodass sie der Kulturbehörde dann vorschlagen konnten, was „ihrer Meinung“ nach jedes Theater bekommen sollte . Die Jury empfahl für das English Theatre einen Betrag von € 184.500 (die Summe, den wir bereits erhalten) und dazu eine zweijährige Sonderförderung von € 24.000 pro Jahr.

c. Nachdem die Punkte a. und b. vervollständigt wurden, wird die Kulturbehörde dem Kulturausschuss Informationsmaterial über alle Privattheater zukommen lassen.

d. Im März 2009 wird die Bürgerschaft darüber entscheiden, ob eine Erhöhung des Etats für diese Theater beschlossen wird.

Beschreibung der fortdauernden und bis heute anhaltenden ganzheitlichen Situation des English Theatre of Hamburg:

Im Jahre 1976 hatten Robert Rumpf und Clifford Dean, zwei Amerikaner im Alter von 35 Jahren, eine Vision, die sie unbedingt realisieren wollten: ein professionelles, englischsprachiges Theater in Hamburg mit eigener Spielstätte. Glücklicherweise hatten sie die Ausbildung (University of California, University of Kansas and San Francisco State University) und professionelle Erfahrung in der Theaterarbeit aus den Vereinigten Staaten, die für ein solches Unternehmen erforderlich ist. Ihre Zielstrebigkeit, ihren Traum wahr werden zu lassen, inspirierte andere Menschen, sich ihnen anzuschließen und ihren Beitrag zu dem zu leisten, was jetzt als eine konstante Institution angesehen wird, die aus dem kulturellen Leben der Hansestadt Hamburg nicht mehr wegzudenken ist: The English Theatre of Hamburg .

Es ist das älteste professionelle, rein englischsprachige Theater in Deutschland und das einzige in Norddeutschland. Stücke werden in der englischen Originalsprache von September bis Ende Juni gespielt, wobei es sieben bis acht Vorstellungen pro Woche gibt. Nur professionelle englische und amerikanische Schauspieler werden in den Produktionen besetzt. Das Theater befindet sich im denkmalgeschützten Hammonia Bad an der Mundsburg und bietet seinen Besuchern vergnügliche und interessante Abende mit Klassikern, Komödien, Krimis und zeitgenössischen Dramen, die sich mit universellen Themen auseinander setzten. Es widmet sich der Produktion einer großen Anzahl englischsprachiger Stücke, in der Hoffnung, einen Beitrag zur internationalen Verständigung durch die Sprache und die „Kunst der Bühne“ leisten zu können.

Der Theatersaal hat Platz für 160 Gäste und im Foyer befindet sich eine Bar mit Getränken und Snacks für das leibliche Wohl. Die Abendvorstellungen beginnen um 19.30 Uhr und finden von Montag bis Samstag statt. Die zwei Matinee Vorstellungen sind am Dienstag und Freitag um 11.00 Uhr. Die Preisspanne bewegt sich von € 6,50 bis € 28,50.

Ein Großteil der Zuschauer kommt aus Hamburg und den umliegenden Gebieten wie Schleswig Holstein und Niedersachsen. Außerdem gibt es Gäste aus allen Teilen der Welt. Sowohl Angehörige der verschiedenen Konsulate in Hamburg als auch Touristen und Geschäftsleute nehmen die Angebote des Theaters sehr gern wahr. Für die Weltmetropole „Hansestadt Hamburg“, die sich gerne multikulturell nennt, ist es nicht nur nach Meinung der Theaterleitung, sondern auch nach der viele Freunde des Theaters unverzichtbar, den internationalen Besuchern Kultur in englischer Sprache anbieten zu können.

37% der Zuschauer sind Schüler und Studenten, für die das English Theatre ein spezielles pädagogisches Angebot ausgearbeitet hat. Zu jeder Produktion versendet das Theater an alle interessierten Lehrer kostenlos Teaching Material. Mit diesem von den Direktoren ausgearbeitetem Lehrmaterial (s. Beispiel anbei) haben die Lehrer die Möglichkeit, ihre Schüler in idealer Weise auf den anstehenden Theaterbesuch vorzubereiten. Selbstverständlich bietet das Theater Schülern und Studenten ermäßigte Eintrittskarten an; ebenso finden Diskussionen über das Stück statt, wenn es dafür eine Anfrage gibt.

Das Theater arbeitet mit den Staatstheatern und großen Privattheatern im gemeinsamen Marketing zusammen (Sammelplakate, gemeinsame Homepage, Display KULTUR KOMPAKT = gemeinsames Auftreten vieler Theater und Museen in Hamburg in einem Display). Außerdem hat es eine aktive Rolle im Bühnenverein und dadurch Kontakte zu diversen Theatern in ganz Deutschland. Durch dieses Netzwerk tauscht das English Theatre wichtige Informationen mit diesen Theatern aus.

Heute, im Jahre 2008, ist die Vision für die Zukunft des Theaters anders als die aus dem Jahre 1976. Die Direktoren möchten die Vitalität und Produktivität des Theaters erweitern und vor allen Dingen seine kontinuierliche Existenz sichern. Damit das Theater, das bereits 32 Jahre erfolgreich existiert, als Teil der Hamburger Kulturszene bestehen bleibt, ist eine höhere Subvention als die bereits von der Jury vorgeschlagene unabdingbar nötig. Daher ist es dringend an der Zeit, seine Zukunft ernsthaft zu sichern, sodass es fortbesteht, wenn die jetzigen Direktoren es eines Tages nicht mehr betreiben können.

Dreizehn Jahre hat es gedauert, bevor das Theater überhaupt eine Unterstützung erhielt. Im Jahre 1989 dann erhielt das Theater DM 100.000,00 pro Jahr, gerade genug, um es für eine Weile am Leben zu erhalten. 1991 wurde die Subvention auf DM 376.000,00 erhöht, was natürlich hilfreich war, aber immer noch nicht ausreichte, um das Theater ohne zusätzliches Geld aus den Ersparnissen der Direktoren am Leben zu erhalten. Seit dieser Zeit ist die Subvention für das Theater nicht erhöht worden, sondern hat sich im Gegenteil vor ein paar Jahren von € 188.000,00 auf € 184.500,00 reduziert! Die Ersparnisse und die Lebensversicherungen der zwei Direktoren sind komplett aufgebraucht. Sogar in einem akuten Notfall, im Juni 2007 war jede Hilfe von der Kulturbehörde ausgeblieben, obwohl dringend darum gebeten worden war ! Ohne das letzte Geld der Direktoren, das sie noch einmal zur Verfügung stellten, würde das English Theatre schon heute nicht mehr existieren. Es ist fast nicht vorstellbar, dass niemand die Hilferufe des Theaters hört, um die Notwendigkeit, ständig „betteln“ zu müssen, aus der Welt zu schaffen.

Was unbedingt nötig ist, um die Vision zu realisieren und damit das Bestehen des English Theatre of Hamburg für die Zukunft zu sichern, ist folgendes:

1. Gastregisseure einzuladen, um Stücke zu inszenieren, sodass die Direktoren sie über einen längeren Zeitraum gut kennen lernen und dadurch feststellen können, ob sie eventuell jemanden mit der Erfahrung, dem Interesse und dem Stehvermögen finden, der das Theater eines Tages leiten kann. Zurzeit können sie diese auswärtigen Künstler mangels des nötigen Kapitals nicht einstellen.

2. Das Theater möchte gern das sehr erfolgreiche Programm für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren wieder aufnehmen, das in den 80er Jahren existierte. Es beinhaltete Produktionen am Haus und Tourneen zu Schulen in ganz Deutschland, sodass für einen Zeitraum von drei Jahren dieses Jugendprogramm stattgefunden hatte. Die Stücke waren von den Direktoren geschrieben und sind mit Vokabular und Grammatik für die entsprechenden Klassen in der oben genannten Altersgruppe erarbeitet worden. Dieses so erfolgreiche Programm für junge Leute musste trotz großen Erfolgs in der Presse und natürlich bei den Schulen leider eingestellt werden, weil das Theater es ohne die erforderliche Unterstützung der Kulturbehörde nicht länger aufrechterhalten konnte. Heutzutage lernen Kinder nicht nur bereits im Kindergarten, sondern auch schnellstmöglich in den unteren Schulklassen Englisch. Die Direktoren sind in der Lage, für alle Altersstufen Stücke zu schreiben und diese so zu gestalten, dass die Kinder sie gut verstehen, daraus lernen und somit ein Erfolgserlebnis haben. Ohne finanzielle Unterstützung wird so ein Projekt allerdings nicht wieder zustande kommen können.

3. Das Theater möchte mehr europäische sowie auch Weltpremieren realisieren . Die Produktion neuer, moderner Stücke ist unglücklicherweise immer ein riskantes Unterfangen für alle Bühnen. Das Theater bekommt oft Anfragen von Bühnenautoren, die gerne ihre neuen Stücke produziert haben möchten. Für diese Fälle ist aber das Risiko einer Produktion sehr schlecht kalkulierbar, weil die finanzielle Unterstützung fehlt. Das Theater steht auch in Kontakt mit amerikanischen Bühnen, die neue Stücke herausbringen und dann anschließend Preise an die besten Bühnenautoren vergeben. Für solche Fälle wäre das Risiko kalkulierbarer, weil das English Theatre dann unter diesen bereits preisgekrönten Stücken wählen könnte.

4. Das Theater möchte in der Lage sein, mehr von den traditionellen, englischen Klassikern zu bringen, die eine größere Besetzung erforderlich machen als es jetzt auf die Beine stellen kann. Zwei der Projekte, für die die finanzielle Unterstützung von der damaligen Jury und der Kulturbehörde abgelehnt wurde, waren Bearbeitungen von Charles Dickens A CHRISTMAS CAROL und William Shakespeares ROMEO AND JULIET! Mit einer angemessenen Unterstützung könnten solche Projekte realisiert werden, ohne dass das Theater um zusätzliche Geldmittel bitten müsste. A CHRISTMAS CAROL ist ein besonderer Fall, denn wenn dieses Stück einmal inszeniert worden ist, kann es immer und immer wieder und dann natürlich auch billiger produziert werden und wäre damit eine zuverlässige Geldquelle für das Theater wie ebenso sehr eine jährliche Hamburger Tradition zum Weihnachtsfest. Bearbeitungen von A CHRISTMAS CAROL werden in den USA, in England und auch in Österreich von vielen professionellen Theatern jedes Jahr herausgebracht, um die Häuser zu füllen.

5. Das Theater möchte in der Lage sein, eine angemessene Werbung für das Haus und seine Produktionen herauszubringen. Momentan kann es wegen der Kosten nur selten Plakate in den S- und U-Bahnstationen aufhängen. Um heutzutage wettbewerbsfähig zu sein, wäre viel mehr Werbung nötig, damit das Überleben des Theaters garantiert ist.

Es ist für Hamburg an der Zeit, den Wert dieser hoch respektierten, einzigartigen Institution zu erkennen und mehr zu tun, als dem Theater nur gerade eben das finanzielle Überleben am Existenzminimum zu ermöglichen. Die Zeit läuft ab. Das Theater wird mit Sicherheit ohne größere Unterstützung nicht mehr viel länger überleben können. Die Kulturbehörde hat am 17. Januar 2007 die Leitung des Theaters gebeten, ihr Unterlagen für die Evaluation der Privat Theater einzureichen, inklusiv des Zuschussbedarfs. Nach genauer Berechnung der Finanzen hat das Theater am 30. März 2007 einen Antrag an die Kulturbehörde gestellt, den Zuschussbedarf auf € 253.000,00 zu erhöhen. Wie Sie sicherlich wissen, sind die allgemeinen Kosten, die das Theater bezahlen muss (z.B. Energie, Miete etc.), bereits kräftig gestiegen. Die Leitung des Theaters ist der Meinung, dass dieser Betrag für ein professionelles Theater ein notwendiger Zuschuss ist, um das Bestehen des Theaters zu sichern. Die Direktoren haben mit diesem Betrag versucht, so wenig wie möglich zu erbitten. Diese Summe würde den Weg dazu ebnen, einige der fünf oben genannten Ziele zu realisieren. Der Betrag von € 208.500,00, für zwei Jahre garantiert und gerade erst kürzlich von der Evaluations-Jury empfohlen, obwohl durchaus schon eine Verbesserung, ist einfach nicht genug.

Darüber hinaus ist es natürlich selbstverständlich , dass die Direktoren alles nur Erdenkliche tun werden, um „ ihr “ Theater am Leben zu erhalten, da es ja, wie Frau Dr. Karin von Welck sehr richtig bemerkt hat, ihr „Lebenswerk“ ist.
______________________________________________________________________________________

Wenn Sie nicht an alle Mitglieder des Kulturausschusses schreiben können, wählen Sie doch bitte eine oder zwei Personen zur Kontaktaufnahme aus. Wir glauben, dass Ihre persönliche Erwiderung auf die oben genannte Information erfolgreich für den Fortbestand des English Theatre of Hamburg sein wird. Wir haben alles getan, was wir tun konnten. Jetzt brauchen wir Ihre Hilfe.


Der Bürgermeister
An den regierenden Bürgermeister
der Freien und Hansestadt Hamburg
Herrn Ole von Beust
Rat haus Hamburg
20038 Hamburg

Die Kultursenatorin
Prof. Dr. Karin von Welck
Kulturbehörde Hamburg
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg


Der Kulturausschuss:  


CDU

Brigitta Martens
CDU-Abgeordnetenbüro
Große Bleichen 23
20354 Hamburg
b.martens@brigitta-martens.de

Bernd Capeletti
C&P Capeletti & Perl
Gesellschaft für Datentechnik mbH
Wendenstraße 4
20097 Hamburg
b.capeletti@cpgmbh.de


Andreas C. Wankum
c/o oneVest Developments GmbH
Große Bleichen 35
20354 Hamburg
andreas.wankum@cduhamburg.de


Rüdiger Kruse
CDU-Abgeordnetenbüro
Osterfeldstraße 81
22529 Hamburg
ruediger.kruse@cduhamburg.de


Robert Heinemann
Abgeordnetenbüro
Am Felde 27a
22765 Hamburg
robert.heinemann@cduhamburg.de


Birgit Schnieber-Jastram
CDU-Abgeordnetenbüro
Bergedorfer Schloßstrasse 17
21029 Hamburg
birgit.schnieber-jastram@cduhamburg.de


Monika Westinner
CDU-Fraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
monika.westinner@cduhamburg.de


Hans Lafrenz
CDU-Abgeordntenbüro
Theodorstraße 42-90
22761 Hamburg
hans.lafrenz@cduhamburg.de


SPD


Uwe Grund
SPD-Abgeordnetenbüro Elbvororte
Luruper Hauptstraße 168
22549 Hamburg
uwe.grund@spd-mdhb-altona.de


Jan Quast
SPD-Abgeordnetenbüro
Duvenstedter Berg 60
22397 Hamburg
mdhb@janquast.de


Wilfried Buss
SPD-Abgeordnetenbüro
Ifflandstraße 85
20087 Hamburg
post@buss-hh.de


Christel Oldenburg
SPD-Abgeordnetenbüro
Am Pool 41
21029 Hamburg
oldenburg.mdhb@t-online.de


Karl Schwinke
SPD-Abgeordnetenbüro
Poppenbüttler Hauptstraße 1
22399 Hamburg
karl.schwinke@hamburg.de


Gabriele Dobusch
SPD-Abgeordnetenbüro
Max-Brauer-Allee 20
22765 Hamburg
kontakt@gabi-dobusch.de


GAL


Dr. Eva Gümbel
GAL-Abgeordnetenbüro
Burchardstraße 21
20095 Hamburg
eva.guembel@gal-fraktion.de


Farid Müller
GAL-Fraktion
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
farid.mueller@gal-fraktion.de


DIE LINKE


Norbert Hackbusch
Fraktion DIE LINKE
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
norbert.hackbusch@linksfraktion-hamburg.de


Kersten Artus
DIE LINKE Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
kersten.artus@linksfraktion-hamburg.de

 


The English Theatre Web site
Current Season
Teaching Material
Ticket Information
Online Booking
Past Newsletters

Subscribe to Season
How to find us
Gift Vouchers
Sponsoring

[PREFERENCES]
[UNSUBSCRIBE]